Erste stürmt nach Kantersieg über bisherigen Tabellenführer auf Platz 1 der Verbandsliga - 9:1 Sieg gegen TTSV Neubrandenburg

Schwerin 14.11.2015

Nach dem 9:2 Sieg gegen den Blesewitzer SV hatten wir am Nachmittag den bisherigen Tabellenführer vom TTSV Neubrandenburg zu Gast in Schwerin. Neubrandenburg war mit einer weißen Weste ins Punktspielwochenende gestartet (5 Siege). Doch schon im Vormittagspiel gegen Aufbau Parchims 2. Mannschaft musste sie den ersten Minuspunkt hinnehmen (8:8). Unser Ziel in diesem Spitzenspiel (Erster gegen Zweiter) war klar: Wir wollten Neubrandenburg die erste Saisonniederlage beibringen und in der Tabelle vorbeiziehen.

Unser Gast trat mit zwei Ersatzleuten an, weil das untere Paarkreuz (Frank Lehmann und Dirk Volzke) fehlte. Bei uns gab es eine kleine Änderung im Vergleich zum Vormittagsspiel gegen Blesewitz: Cuong wurde durch Björn ersetzt.

Wegen des "Marathonmatches" in Parchim starteten wir mit leichter Verspätung in die Doppel. Wir stellten uns auf ein langen Nachmittag / Abend ein. Doch es sollte ganz anders kommen:

Neubrandenburg "zockte" bei der Doppelaufstellung und stellte ihr eigentliches Einserdoppel Kischel Pijacki an Postion 2. Dieses Vorhaben ging jedoch gründlich in die Hose. Andreas und Rico, unser neues "Stardoppel", konnte einen ungefährdeten 3:0 Sieg einfahren. Auch die beiden anderen Doppel gingen mit sicheren 3:1 Siegen an uns. Somit war der 3:0 Topstart perfekt und Neubrandenburg wirkte schon jetzt ziemlich angeknockt.

Christian und Björn hatten dann zum Auftakt der Einzelrunde die Möglichkeit, schon für eine erste Vorentscheidung zu sorgen. Dass das kein leichtes Unterfangen werden würde, war allen klar. Denn bekanntermaßen kann es sehr unangenehm sein, gegen Silvio Pijacki und Torsten Kischel zu spielen. Björn machte den Auftakt gegen Silvio, der nach zwei überzeugenden Siegen in Parchim (u.a. gegen Uwe Schütz) mit breiter Brust antrat. Zum Glück wusste Björn das nicht und legte ebenso selbstbewusst los. Satz eins und zwei holte er sich relativ sicher. Im Dritten wurde Silvio offensiver und das Match drohte zu drehen. Doch Björn spielte dann wieder einen guten vierten Satz und gewann am Ende mit etwas Glück aber verdient 11:9. Christian brauchte etwas, um gegen Torsten Kischel ins Spiel zu finden. Beim Stand von 1:1 in den Sätzen folgten zwei knappe Durchgänge, die Christian vor allem aufgrund seines guten Blockspiels für sich entscheiden konnte. Somit hieß es 5:0 und mehr als die halbe Miete war schon eingefahren.

Andreas hatte anschließend im Spiel gegen Neubrandenburgs Kapitän Jörg Boike zwei Sätze lang alles im Griff. Aber irgendwie riss dann der Faden und es ging am Ende in den fünften Satz. Zum Glück behielt er dort die Nerven und schaukelte das Ding mit 11:9 nach Hause. Mit genau dem selben Ergebnis endete das Spiel von Rico gegen Guido Ramlow, leider jedoch mit dem besseren Ende für den Neubrandenburger. Dieser Punktverlust war aber keine Schande zumal Rico bis zum Ende kämpfte und Guido sich in erneut guter Verfassung präsentierte (bisher nur eine Saisonniederlage).

Nach dem kleinen Dämpfer brachte uns das untere Paarkreuz schnell wieder auf Kurs. Eine echte Klatsche erteilte Joachim seinem Gegner Gerald Jakubzik, der in drei Sätzen zusammen keine elf Punkte holte. Beim Neubrandenburger fehlte allerdings auch jegliche kämpferische Einstellung, was weder für die eigene Mannschaft noch für den Gegner schön ist. Folgerichtig kam Joachim nach seinem Sieg nur noch kopfschüttelnd zu unserer Bank. Im Parallelspiel brauchte Steffen etwas mehr Geduld und Puste gegen Dietmar Kernchen. Doch nach einem knappen 12:10 im dritten Satz (beim Stand von 1:1) war auch dort der Neubrandenburger Widerstand gebrochen. Damit stand es 8:1. Wir brauchten nur noch einen Punkt, um einen völlig unerwarteten Kantersieg einzufahren. Diese Aufgabe erledigte Björn im Duell der Einser gegen Torsten Kischel mit Erfolg. Nach einem knappen 3:2 Sieg war der 9:1 Sieg perfekt.

Fazit: Wir übernehmen nach einem perfekten Punktspieltag die Tabellenführung. Dass wir Neubrandenburg mit 9:1 "von der Platte fegen", hätte im Vorfeld sicher keiner erwartet. Irgendwie kam Neubrandenburg nie ins Spiel und auch der letzte Siegeswille war am Ende nicht so richtig zu erkennen. Ob es an der Umstellung vom Plastikball (im Vormittagsspiel gegen Parchim) zum Zelluloidball (bei uns im Einsatz) lag, kann uns letztlich egal sein. Wir sind nun Erster und haben in vier Wochen in Greifswald beim aktuellen Tabellenletzten die Möglichkeit, die Herbstmeisterschaft perfekt zu machen.

 

Björn

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Kommentare: 2
  • #1

    Sieghard (Mittwoch, 25 November 2015 13:58)

    Wir hatten uns auf ein Spitzenspiel eingestellt.Spitze war aber nur unsere ERSTE.Nur Rico hatte Mitleid.
    Das war praktisch die Herbstmeisterschaft.
    Fazit:Wir können uns nur selber schlagen.

  • #2

    Christian (Donnerstag, 26 November 2015 15:25)

    Danke, Björn, für Deinen schreiberischen Einsatz. Läuft bei uns, zumindest in der Ersten. Jetzt dürfen wir bloß nicht verpassen, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Wenn alle an einem Strang ziehen und Eigeninteressen zurückstellen, haben wir eine Riesenchance. Nicht zuletzt dank unseres Nachwuchses, der (endlich) mal wieder in den Startlöchern steht. Die müssen wir richtig fördern, motivieren und einbinden. Dann wird es was.
    Christian