Zwei Niederlagen für VfL 1 zum Abschluss

07.04.2014 

Mit zwei Niederlagen haben wir uns aus der Saison in der Verbandsoberliga verabschiedet. In Kaltenkirchen gab es ein 5 zu 9, im MV Duell in Rostock waren wir knapp mit 7 zu 9 unterlegen. Unterm Strich bedeutet das einen 5. Platz in der Abschlusstabelle. Gesichertes Mittelfeld nennt man das wohl, auch wenn über die ganze Saison mehr drin gewesen wäre.

 

Aber der Reihe nach.

 

Noch offen und schlicht der fehlenden Zeit geschuldet sind die Berichte vom vergangenen Wochenende. Sorry, und deshalb hier in aller Kürze und Knappheit: Drei Heimspiele, drei Siege gegen Greifswald (9:0), Niendorf (9:4) und Bramfeld (9:4). Damit hatten wir den Klassenerhalt bereits mehr als sicher in der Tasche. Die konkreten Spielverläufe gibt es hier.

Jetzt also das Schlusswochenende, und gegen Kaltenkirchen hatten wir noch eine Rechnung offen. Denn es war das Wochenende in der Hinserie, als wir sowohl gegen Kaki als auch gegen Brunsbüttel vor heimischer Kulissen das Nachsehen hatten. Seit dem damaligen Wochenende waren alle Ambitionen, oben mitzuspielen, arg gedämpft. Deshalb jetzt also: Revanche.

Für Kaltenkirchen ging es um alles. Die Schleswig-Holsteiner standen auf einem Abstiegsplatz und mussten unbedingt gewinnen. Wir konnten locker aufspielen und zeigen, was wir drauf haben. Doch leider taten das - mal wieder - nur zwei von uns: Marcin und Krysiek. Die beiden machten alle fünf Punkte, sonst kam nichts. Da das schlicht zuwenig ist - egal, in welcher Klasse man spielt, mussten wir geschlagen die Heimreise antreten. Mit der Erkenntnis, dass vier von uns lange Trainingsmonate vor sich haben, und das unser Spitzenpaarkreuz Gold wert ist.

Am Sonntag ging es dann in die Hansestadt. Dort wartete der fast sichere Aufsteiger Rostock auf uns. Einen Punkt benötigten die, um sicher durch zu sein; die Chancen standen nicht schlecht, im Hinspiel waren wir klar mit 4 zu 9 unterlegen.

Einen Überraschungserfolg konnten wir jedoch gleich zu Beginn erzielen. Mit unserer Volles-Risiko-Doppelaufstellung hatte auf Rostocker Seite keiner gerechnet: Gabler/Becker Doppel 1, Zielinski/Riebschläger Doppel 2, Jarkowski/Zelfel Doppel 3. Und die Taktik ging (zu diesem Zeitpunkt auf) . Björn und Christian hatten gegen das stärkste Doppel 2 der Liga, Duch/Stürmer, keine Chance, dafür punkteten die anderen souverän. Führung nach den Doppeln - hatten wir nicht so oft in dieser Saison!

Rostock gegen Schwerin, das bedeutete auch das Aufeinandertreffen der vier besten Spieler der Klasse. Und gleich im ersten Einzel gab es den Höhepunkt. Krzysiek (36 zu 1) gegen Duch (31 zu 2). Er war es, der Krzysiek im Hinspiel die einzige Saisonniederlage beibringen konnte. Dieses mal jedoch drehte „Maschine“ Krzysiek den Spieß um und behielt in einem klasse Spiel die Oberhand. 3 zu 1, und dank Marcins (27 zu 8) Sieg gegen Stynen (21 zu 10) lagen wir plötzlich mit 4 zu 1 vorn.

Lag da eine Überraschung oder gar Sensation in der Luft? Kurzzeitig vielleicht, aber wieso Rostock zu Recht auf Platz eins in der Tabelle steht zeigte sich kurz darauf. Sie sind nicht nur oben, sondern auch in der Mitte erstklassig aufgestellt. Gegen Auge Wähner und Svenny Stürmer war ehrlich gesagt nichts zu holen. Zwei deutliche Niederlagen für Björn und Richard. Und als Andreas nach starkem ersten Satz doch noch Lehner zum 3 zu 1 gratulieren musste, war der komfortable Vorsprung wieder weg. Christians, von Zitter und Nervosität geprägter 3 zu 1 Sieg gegen Uwe Franke bedeutete wenigstens noch die 5 zu 4 Halbzeitführung.

Oben ging es weiter, und Marcin musste heute einsehen, dass Adam Duch leider oft eine Antwort zuviel auf seine Klasse Bälle hatte. Klar 3 zu 0 für Rostocks Polen. Spätestens an dieser Stelle jedoch ziehen wir alle den Hut vor der Leistung unserer Nummer 2. Mit dem Sieg gegen Stynen schraubte Krzysiek seine Bilanz auf sensationelle 38 zu 1. Glaubt mir: Jedes einzelne Spiel hat Spaß gemacht, zuzuschauen.

Dass danach in der Mitte wieder beide weggingen, war nicht völlig überraschend, schließlich stehen Auge und Svenny auf den Plätzen eins und zwei in ihrem Paarkreuz. Aber wenn man das weiß, muss man eben unten Punkten. Und zwar mehrfach. Das blieb aber aus. Andreas konnte zwar auch gegen Franke gewinnen; Christian zeigte gegen Lehner aber Ping Pong und kein Tischtennis. 8 zu 7 für Rostock, Schlussdoppel.

Ok, soweit hätte es gar nicht kommen dürfen, wenn unsere Taktik komplett aufgegangen wäre, denn eigentlich wollten wir vorher den Sack zu machen :-). So aber mussten Christian und Björn gegen Stynen/Wähner ran. Und auch wenn das von den Zuschauern kaum einer glauben wird: Wir haben tatsächlich mal richtig gute Doppel gespielt. Vor Jahren... Jetzt aber war es eine klare Sache für die Rostocker. Das 3 zu 0 und der 9 zu 7 Gesamtsieg bedeuteten den endgültigen Aufstieg. Herzlichen Glückwunsch dazu und viel Erfolg in der kommenden Oberligasaison.

Was bleibt bei uns als Fazit der Saison? Wir haben das beste obere Paarkreuz der Liga, und wir haben danach eine große Lücke. Die Qualität von 3 bis 6 war nicht ausreichend, wenn man oben angreifen will. Richard hat einen großen Sprung gemacht, war unten unter den Top-Spieler und wird in der kommenden Saison auch in der Mitte positiv spielen. Björn hat solide gespielt, hat aber mehr drauf, als er, durch beruflichen Stress gehemmt zeigen konnte; bei Andreas zeigt die Kurve wie bei Richard nach oben (wenn auch nicht ganz so steil :-)). Ja und Christian möchte eigentlich nur eines: Die Saison so schnell wie möglich vergessen. Das war weniger als gar nix.

 

Unser großer Dank geht an unsere Sponsoren, allen voran Sieghard, der Tischtennis in Schwerin auf ein anderes Niveau gehievt hat, geht an Mischa und Bernd für das Catering bei den Heimspielen und geht natürlich an alle Zuschauer, die uns so toll die gesamte Saison über unterstützt haben. Vielen vielen Dank, es hat Spaß gemacht.

 

Wie es beim VfL Schwerin weitergeht, das erfahrt ihr in Kürze hier an dieser Stelle.

  

Bis denne

 

Christian

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