Ein Punkt im Gepäck nach Kieler Koppelspiel

13.01.2013

Ein Unentschieden und eine Niederlage - mit diesen Ergebnissen ist die erste Herrenmannschaft vom Koppelspiel-Wochenende aus Kiel zurückgekommen. Während man dem Tabellenführer Eiche Kiel zum 9 zu 4 Erfolg gratulieren musste, reichte es gegen den Kieler TTK zum 8 zu 8. Ein tolles Ergebnis, zumal wir im Hinspiel noch mit 1 zu 9 aus der heimischen Halle gefegt worden waren. Überragender Spieler am Wochenende war Vladi, er konnte alle seine Spiele gewinnen.

 

Nach knapp zwei Stunden Fahrt kamen wir pünktlich in Kiel an. Für Cuong war Andreas Zelfel aus der zweiten Mannschaft mit dabei. Ersatz auch bei Kiel: Für den erkrankten Letten Reinholds war Heinrich aufgestellt.

Das Spiel hätte besser kaum beginnen können. Unser Einserdoppel stark wie eh und je - Björn und Christian gegen die Kieler Toptalente Witter/Schümann zwar unterlegen aber klasse mitgehalten, und das dritte Doppel sorgte dann für die Führung. Richard und Andreas spielten aus einem Guss, super stark, ein verdienter 3 zu 1 Erfolg.

Am Nebentisch musste derweil Vladi gegen Witter ran. Und was unser „Küken“ an diesem Wochenende gezeigt hat war schlicht phänomenal. Jeder in der Halle konnte sehen, was wir für eine Granate in der Mannschaft haben. Bälle, die eigentlich gar nicht gehen in Serie, ein sicherer Sieg und wir waren 3 zu 1 vorn - gegen den Tabellenführer! Tolle Stimmung im Team, als Marcin gegen Schümann und Björn gegen Ahrensdorf ran mussten. Für unsere Nummer eins lief es heute alles andere als gut, was vor allem an einer äußerst schmerzhaften Rückenverletzung lag. Marcin versuchte alles, biss die Zähne zusammen und spielte über den Schmerz rüber. Gesund war das sicher nicht, gereicht hätte es trotzdem fast. 12 zu 14 aus Schweriner Sicht. Ärgerlich vor allem ein Kantenball bei Matchball Marcin. Klarer ging es im Spiel Ahrensdorf gegen Björn zu. Wenn der eine alles trifft und keine Fehler macht, während der andere nicht seinen besten Tag erwischt hat, ist das Ergebnis eben 0 zu 3 - aus Schweriner Sicht.

Bei Christian gegen Petzsche war dagegen mehr drin. Der Kieler, im unteren Paarkreuz in der Hinserie ungeschlagen, war an 4 gerückt und es entwickelte sich ein offenes Spiel, das bis zum Ende spannend blieb. Es fehlte nur ein Quentchen, 8 zu 11 im fünften verloren, und erstmals ging Kiel in Führung.

Im unteren Paarkreuz musste sich Richard trotz tollem Kampf dem starken und ebenfalls noch ungeschlagenen Ersatzmann Heinrich beugen, knappe Sätze, da war mehr drin. Andreas fand parallel gegen Schulz nur schlecht ins Spiel. Der Wille war da, doch seine starke Rückhand und die harte Vorhand kamen zu selten.

So war zur Halbzeit dann eben doch alles so, wie es sein soll, wenn Tabellenführer gegen Tabellenachten spielen. 3 zu 6 hieß es, ehe Marcin auf Witter traf. Schon angesprochenes „auf die Zähne beißen“ hätte auch im zweiten Spiel fast gereicht. Wie man trotz Verletzung so spielen kann, war beeindruckend. Ergebnis? 9 zu 11 im fünften gegen Marcin. Spätestens jetzt dürften die Kieler gemerkt haben, dass das Spiel mit einem gesunden Jarkowski auf des Messer Schneide gestanden hätte. Denn für den nächsten Schweriner Punkt sorgte Vladi. Zu seinem Sieg gegen Schümann nur ein Wort: Sensationell.

In der Mitte musste Christian anerkennen, das Ahrendsdorf klar besser ist. Zu einem Satzgewinn hat es zwar gereicht. Aber der Sieg für „das Tier am Tisch“ ;-) war nie ernsthaft gefährdet. Da sah es bei Björn schon anders aus. Auch er kam gegen Petzsche gut zurecht und zeigte mal wieder seine Nervenstärke. Den vierten Satz nach hohem Rückstand noch gedreht, da war der Psychoeffekt eigentlich auf seiner Seite. Aber irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte. Björn lief von Beginn des fünften an einem Rückstand hinterher und dieses Mal machte Petzsche den Sack zu - für sich und die gesamte Kieler Mannschaft. 4 zu 9, Gratulation, aber wie schon am vergangenen Wochenende gegen BVM hat sich auch dieses Mal gezeigt: Alle spielen besser als in der Hinrunde. Wer weiß, was eine dritte Halbserie bringen würde...

Übernachtet wurde in Grevenkrug, dort liegt das Hotel/Restaurant Auerhahn, geleitet von einem Sponsor von Eiche Kiel. Es wurde ein lustiger Abend, mit einigen Anekdoten nur für Insider. Ganz entscheidend dazu beigetragen haben Richards XXL-Schnitzel und Vladi, der seine Begeisterung für Andrea Berg entdeckt hat. Von Aphrodite ganz zu schweigen... Ganz ehrlich, es macht einen Riesenspaß, in dieser Mannschaft zu spielen. Und solche Abende, die schweißen zusammen.

Nicht, dass der Leser jetzt einen falschen Eindruck bekommt. Selbstverständlich blieb alles gesittet. Weit vor Mitternacht war Schicht im Schacht, schließlich stand am Sonntag das schwere Spiel gegen TTK an. Und so kamen auch alle stressfrei aus den Betten. Frühstück, Check out und bei Schneefall ab zur Halle.

Der Kieler TTK war unser erster Gegner in der Hinserie. Noch nicht ganz trocken hinter den Oberliga-Ohren wurden wir 1 zu 9 verprügelt. Das macht niemand zweimal mit uns! Marcin konnte grünes Licht geben, er wollte spielen, trotz seines schmerzenden Rücken, der in der Nacht nur wenig besser geworden war (welche Rolle Marcins Zimmernachbar Vladi dabei gespielt hat, ist ungewiss. Auf jeden Fall hat unser Lette den halben Kieler Forst zersägt, was Marcin trocken mit „Ich nix schlafen gut“ kommentiert hat).

Begrüßt würden wir mit einem „Nach gefühlten 22 Jahren endlich mal wieder Schwerin bei uns in der Halle - wenn auch ohne Thomas Ley“. Ja es gab sie, die frühen Oberliga-Erfahrungen...

3 zu 0 und 0 zu 3 nach den ersten beiden Doppeln. Welches gewonnen und welches verloren hat, kann sich jeder denken. Aber leider ging es nicht weiter wie am Vortag. Andreas und Richard waren zwar wieder gut drauf, aber die Routine von Kunstein und Jürgens war stärker.

Trotzdem sollten wir bald danach die Führung übernehmen, dank Vladi und Marcin. Letzterer mit einem ganz sicheren Sieg gegen Schmidt; Vladi dagegen machte da weiter, wo er gegen Eiche aufgehört hatte. Kunz ist ja nun wahrlich kein schlechter. Aber er hat seinen Meister gefunden. Entscheidend war dieses Mal die Nervenstärke. Bei 7 zu 10 im vierten spielte Vladi Bälle, die eigentlich verboten sind, wehrte drei Matchbälle ab und holte sich den Satz. Der Widerstand von Kunz war gebrochen und es stand 3 zu 2 für den VfL.

Nun, wenn es mein Sohn nicht schafft, dann muss ich es eben richten. Das könnte sich Jaroslav Kunz gedacht haben. Der Vater von Ondrej ist ein ehemaliger europäischer Spitzenspieler und immer noch ein absoluter Ballkünstler. Zwei Sätze brauchte Björn,um gegen ihn ins Spiel zu finden. Den dritten holte er sich klar, doch es sollte der einzige bleiben. Im Nachhinein ist man immer schlauer, weiß, was nicht richtig gelaufen ist. Und es sind nur Nuancen, die dann dazu führen, dass so ein Spiel verloren geht, kleine Unachtsamkeiten. Gleiches gilt auch für das Spiel von Christian gegen Jürgens. Für alle, die beim Hinspiel dabei waren: Das ist der, der 20 Rollen Pflaster um seinen Schlägergriff geklebt hat. Ich könnte damit nur beidhändig spielen. Jürgens aber beherrscht es mit einer, und wie. Eklig und sicher zwang er mich 1 zu 3 nieder - obwohl ich sooo schlecht gar nicht drauf war. Irgendwie komisch...

Im unteren Paarkreuz spielte Andreas einen grandiosen ersten Satz gegen Schrautzer. Hat irgendjemand einen Fehler unseres Ersatzmannes gesehen? Das war wirklich oberligareif, wie auch der zweite, bis zum 9 zu 9. Dann ging nichts mehr. Alles was eben noch kam, ging nun daneben. Je unsicherer Andreas wurde, desto sicherer wurde sein Gegner. Aber verstecken musst Du Dich mit der Leistung ganz sicher nicht!

Richard gegen Kunstein. Ein Spieler, der schon von oben auf die 60 schaut, aber flink und stark ist wie manch 20-jähriger. Was der alles fischt... An anderen Tagen hätte das wohl gereicht, nicht aber heute. Denn heute sollte endlich der Bann brechen bei Richard. 3 zu 1 ein geradezu erzwungener Sieg, taktisch einwandfrei. So spielt man gegen Abwehr und so pusht man sich, Chapeau!

4 zu 5 zur Halbzeit. Ein Ergebnis, aus dem rasch ein 5 zu 6 wurde. Marcin hätte heute komplett fit sein müssen, um Kunz zu schlagen. War er aber nicht, deshalb ging das Spiel 1 zu 3 weg. Schmidt dagegen hätte heute 120 Prozent geben müssen, um gegen Vladi zu gewinnen. Hat er aber nicht, und so hieß es 3 zu 0 für the one and only!

Um noch was zu reißen musste jetzt die Mitte punkten. Dass es auch so gekommen ist, lag nicht an Christian. 0 zu 3 gegen Papa Kunz, ich glaube, da muss sich jemand noch mal ein paar Kilo aus der Konstanz-Fabrik holen. In allen Sätzen klar geführt, aber bei Serien von 0 zu 5, 0 zu 6 und 0 zu 7 kann man schlicht nicht gewinnen. Zum Glück hat Björn es besser gemacht. Deutlich besser, um genauer zu sein. Diametral besser sogar (gibt‘s das?). Oder wie lässt es sich sonst beschreiben, wenn Björn aus einem 0 zu 7 im ersten Satz und einem 5 zu 9 im zweiten jeweils noch ein 12 zu 10 macht? Klasse, nervenstark, so geht das! Satz drei hinterher und da war er, der sechste Schweriner Punkt.

Jetzt unten, Richard gegen Schrautzer. Mensch, mit dem Sieg im Rücken da wird er vor Selbstbewusstsein strotzen und seinem Gegner einen Mantel zum warm anziehen reichen. Soweit die Theorie, leider stand im Ergebnis ein klares 0 zu 3, ein merkwürdiges Spiel, das Richie nie richtig gefunden hat. Es war also an Andreas, die drohende Niederlage zu vermeiden. Und so stark, wie in den ersten beiden Sätzen, habe ich ihn noch nie gesehen. Topspin, Schupf, Schuss, Punkt. Tischtennis kann so einfach sein - und doch so schwer. Denn auch mit zwei Sätzen im Rücken und einer 4 zu 0 Führung muss man aufpassen, vor allem gegen einen Haudegen wie Kunstein. Der holte sich nämlich Satz 3 und das Spiel drohte zu kippen. Bitte, bitte keinen fünften, Andreas. Bei 8 zu 10 wurde uns auf der Bank ganz anders. Doch dann folgten vier Bälle, die den absoluten Siegeswillen unseres Sechsers zeigten. Wie zu Beginn des Spiels erzwang er die Punkte, 12 zu 10, bärenstark, Andreas, der zu Recht nach dem Erfolg auf die Knie sank.

Jetzt war zumindest ein Unentschieden drin. Und vor dem Schlussdoppel hätte ich eine Menge Geld auf Marcin und Vladi gesetzt - zu Recht, wie sich zeigen sollte. Es war der verdiente Abschluss eines tollen Spiels. 3 ungefährdete Sätze mit Tischtennis der Extraklasse bedeuteten das 8 zu 8, und das war nun wirklich verdient.

Ein Wochenende, das nicht nur Spaß gemacht hat. Es waren auch zwei Spiele mit einem Vladi in Topform, einem Bann brechenden Richard und einem Spieler aus der zweiten, der mehr als Ersatz ist. So kann es weitergehen, beim kommenden Heimspiel, am 2. Februar gegen Oberalster. Ein besonders großer Dank geht an Ragnar und seine Frau, die uns gegen TTK unterstützt haben.

 

Christian

Ein Punkt im Gepäck nach Kieler Koppelspiel
 
Ein Unentschieden und eine Niederlage - mit diesen Ergebnissen ist die erste Herrenmannschaft vom Koppelspiel-Wochenende aus Kiel zurückgekommen. Während man dem Tabellenführer Eiche Kiel zum 9 zu 4 Erfolg gratulieren musste, reichte es gegen den Kieler TTK zum 8 zu 8. Ein tolles Ergebnis, zumal wir im Hinspiel noch mit 1 zu 9 aus der heimischen Halle gefegt worden waren. Überragender Spieler am Wochenende war Vladi, er konnte alle seine Spiele gewinnen.
 
Nach knapp zwei Stunden Fahrt kamen wir pünktlich in Kiel an. Für Cuong war Andreas Zelfel aus der zweiten Mannschaft mit dabei. Ersatz auch bei Kiel: Für den erkrankten Letten Reinholds war Heinrich aufgestellt. 
Das Spiel hätte besser kaum beginnen können. Unser Einserdoppel stark wie eh und je - Björn und Christian gegen die Kieler Toptalente Witter/Schümann zwar unterlegen aber klasse mitgehalten, und das dritte Doppel sorgte dann für die Führung. Richard und Andreas spielten aus einem Guss, super stark, ein verdienter 3 zu 1 Erfolg.
Am Nebentisch musste derweil Vladi gegen Witter ran. Und was unser „Küken“ an diesem Wochenende gezeigt hat war schlicht phänomenal. Jeder in der Halle konnte sehen, was wir für eine Granate in der Mannschaft haben. Bälle, die eigentlich gar nicht gehen in Serie, ein sicherer Sieg und wir waren 3 zu 1 vorn - gegen den Tabellenführer! Tolle Stimmung im Team, als Marcin gegen Schümann und Björn gegen Ahrensdorf ran mussten. Für unsere Nummer eins lief es heute alles andere als gut, was vor allem an einer äußerst schmerzhaften Rückenverletzung lag. Marcin versuchte alles, biss die Zähne zusammen und spielte über den Schmerz rüber. Gesund war das sicher nicht, gereicht hätte es trotzdem fast. 12 zu 14 aus Schweriner Sicht. Ärgerlich vor allem ein Kantenball bei Matchball Marcin. Klarer ging es im Spiel Ahrensdorf gegen Björn zu. Wenn der eine alles trifft und keine Fehler macht, während der andere nicht seinen besten Tag erwischt hat, ist das Ergebnis eben 0 zu 3 - aus Schweriner Sicht.
Bei Christian gegen Petzsche war dagegen mehr drin. Der Kieler, im unteren Paarkreuz in der Hinserie ungeschlagen, war an 4 gerückt und es entwickelte sich ein offenes Spiel, das bis zum Ende spannend blieb. Es fehlte nur ein Quentchen, 8 zu 11 im fünften verloren, und erstmals ging Kiel in Führung.
Im unteren Paarkreuz musste sich Richard trotz tollem Kampf dem starken und ebenfalls noch ungeschlagenen Ersatzmann Heinrich beugen, knappe Sätze, da war mehr drin. Andreas fand parallel gegen Schulz nur schlecht ins Spiel. Der Wille war da, doch seine starke Rückhand und die harte Vorhand kamen zu selten.
So war zur Halbzeit dann eben doch alles so, wie es sein soll, wenn Tabellenführer gegen Tabellenachten spielen. 3 zu 6 hieß es, ehe Marcin auf Witter traf. Schon angesprochenes „auf die Zähne beißen“ hätte auch im zweiten Spiel fast gereicht. Wie man trotz Verletzung so spielen kann, war beeindruckend. Ergebnis? 9 zu 11 im fünften gegen Marcin. Spätestens jetzt dürften die Kieler gemerkt haben, dass das Spiel mit einem gesunden Jarkowski auf des Messer Schneide gestanden hätte. Denn für den nächsten Schweriner Punkt sorgte Vladi. Zu seinem Sieg gegen Schümann nur ein Wort: Sensationell. 
In der Mitte musste Christian anerkennen, das Ahrendsdorf klar besser ist. Zu einem Satzgewinn hat es zwar gereicht. Aber der Sieg für „das Tier am Tisch“ ;-) war nie ernsthaft gefährdet. Da sah es bei Björn schon anders aus. Auch er kam gegen Petzsche gut zurecht und zeigte mal wieder seine Nervenstärke. Den vierten Satz nach hohem Rückstand noch gedreht, da war der Psychoeffekt eigentlich auf seiner Seite. Aber irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte. Björn lief von Beginn des fünften an einem Rückstand hinterher und dieses Mal machte Petzsche den Sack zu - für sich und die gesamte Kieler Mannschaft. 4 zu 9, Gratulation, aber wie schon am vergangenen Wochenende gegen BVM hat sich auch dieses Mal gezeigt: Alle spielen besser als in der Hinrunde. Wer weiß, was eine dritte Halbserie bringen würde...
Übernachtet wurde in Grevenkrug, dort liegt das Hotel/Restaurant Auerhahn, geleitet von einem Sponsor von Eiche Kiel. Es wurde ein lustiger Abend, mit einigen Anekdoten nur für Insider. Ganz entscheidend dazu beigetragen haben Richards XXL-Schnitzel und Vladi, der seine Begeisterung für Andrea Berg entdeckt hat. Von Aphrodite ganz zu schweigen... Ganz ehrlich, es macht einen Riesenspaß, in dieser Mannschaft zu spielen. Und solche Abende, die schweißen zusammen.
Nicht, dass der Leser jetzt einen falschen Eindruck bekommt. Selbstverständlich blieb alles gesittet. Weit vor Mitternacht war Schicht im Schacht, schließlich stand am Sonntag das schwere Spiel gegen TTK an. Und so kamen auch alle stressfrei aus den Betten. Frühstück, Check out und bei Schneefall ab zur Halle. 
Der Kieler TTK war unser erster Gegner in der Hinserie. Noch nicht ganz trocken hinter den Oberliga-Ohren wurden wir 1 zu 9  verprügelt. Das macht niemand zweimal mit uns! Marcin konnte grünes Licht geben, er wollte spielen, trotz seines schmerzenden Rücken, der in der Nacht nur wenig besser geworden war (welche Rolle Marcins Zimmernachbar Vladi dabei gespielt hat, ist ungewiss. Auf jeden Fall hat unser Lette den halben Kieler Forst zersägt, was Marcin trocken mit „Ich nix schlafen gut“ kommentiert hat).
Begrüßt würden wir mit einem „Nach gefühlten 22 Jahren endlich mal wieder Schwerin bei uns in der Halle - wenn auch ohne Thomas Ley“. Ja es gab sie, die frühen Oberliga-Erfahrungen... 
3 zu 0 und 0 zu 3 nach den ersten beiden Doppeln. Welches gewonnen und welches verloren hat, kann sich jeder denken. Aber leider ging es nicht weiter wie am Vortag. Andreas und Richard waren zwar wieder gut drauf, aber die Routine von Kunstein und Jürgens war stärker.
Trotzdem sollten wir bald danach die Führung übernehmen, dank Vladi und Marcin. Letzterer mit einem ganz sicheren Sieg gegen Schmidt; Vladi dagegen machte da weiter, wo er gegen Eiche aufgehört hatte. Kunz ist ja nun wahrlich kein schlechter. Aber er hat seinen Meister gefunden. Entscheidend war dieses Mal die Nervenstärke. Bei 7 zu 10 im vierten spielte Vladi Bälle, die eigentlich verboten sind, wehrte drei Matchbälle ab und holte sich den Satz. Der Widerstand von Kunz war gebrochen und es stand 3 zu 2 für den VfL.
Nun, wenn es mein Sohn nicht schafft, dann muss ich es eben richten. Das könnte sich Jaroslav Kunz gedacht haben. Der Vater von Ondrej ist ein ehemaliger europäischer Spitzenspieler und immer noch ein absoluter Ballkünstler. Zwei Sätze brauchte Björn,um gegen ihn ins Spiel zu finden. Den dritten holte er sich klar, doch es sollte der einzige bleiben. Im Nachhinein ist man immer schlauer, weiß, was nicht richtig gelaufen ist. Und es sind nur Nuancen, die dann dazu führen, dass so ein Spiel verloren geht, kleine Unachtsamkeiten. Gleiches gilt auch für das Spiel von Christian gegen Jürgens. Für alle, die beim Hinspiel dabei waren: Das ist der, der 20 Rollen Pflaster um seinen Schlägergriff geklebt hat. Ich könnte damit nur beidhändig spielen. Jürgens aber beherrscht es mit einer, und wie. Eklig und sicher zwang er mich 1 zu 3 nieder - obwohl ich sooo schlecht gar nicht drauf war. Irgendwie komisch...
Im unteren Paarkreuz spielte Andreas einen grandiosen ersten Satz gegen Schrautzer. Hat irgendjemand einen Fehler unseres Ersatzmannes gesehen? Das war wirklich oberligareif, wie auch der zweite, bis zum 9 zu 9. Dann ging nichts mehr. Alles was eben noch kam, ging nun daneben. Je unsicherer Andreas wurde, desto sicherer wurde sein Gegner. Aber verstecken musst Du Dich mit der Leistung ganz sicher nicht!
Richard gegen Kunstein. Ein Spieler, der schon von oben auf die 60 schaut, aber flink und stark ist wie manch 20-jähriger. Was der alles fischt...  An anderen Tagen hätte das wohl gereicht, nicht aber heute. Denn heute sollte endlich der Bann brechen bei Richard. 3 zu 1 ein geradezu erzwungener Sieg, taktisch einwandfrei. So spielt man gegen Abwehr und so pusht man sich, Chapeau!
4 zu 5 zur Halbzeit. Ein Ergebnis, aus dem rasch ein 5 zu 6 wurde. Marcin hätte heute komplett fit sein müssen, um Kunz zu schlagen. War er aber nicht, deshalb ging das Spiel 1 zu 3 weg. Schmidt dagegen hätte heute 120 Prozent geben müssen, um gegen Vladi zu gewinnen. Hat er aber nicht, und so hieß es 3 zu 0 für the one and only!
Um noch was zu reißen musste jetzt die Mitte punkten. Dass es auch so gekommen ist, lag nicht an Christian. 0 zu 3 gegen Papa Kunz, ich glaube, da muss sich jemand noch mal ein paar Kilo aus der Konstanz-Fabrik holen. In allen Sätzen klar geführt, aber bei Serien von 0 zu 5, 0 zu 6 und 0 zu 7 kann man schlicht nicht gewinnen. Zum Glück hat Björn es besser gemacht. Deutlich besser, um genauer zu sein. Diametral besser sogar (gibt‘s das?).  Oder wie lässt es sich sonst beschreiben, wenn Björn aus einem 0 zu 7 im ersten Satz und einem 5 zu 9 im zweiten jeweils noch ein 12 zu 10 macht? Klasse, nervenstark, so geht das! Satz drei hinterher und da war er, der sechste Schweriner Punkt.
Jetzt unten, Richard gegen Schrautzer. Mensch, mit dem Sieg im Rücken da wird er vor Selbstbewusstsein strotzen und seinem Gegner einen Mantel zum warm anziehen reichen. Soweit die Theorie, leider stand im Ergebnis ein klares 0 zu 3, ein merkwürdiges Spiel, das Richie nie richtig gefunden hat. Es war also an Andreas, die drohende Niederlage zu vermeiden. Und so stark, wie in den ersten beiden Sätzen, habe ich ihn noch nie gesehen. Topspin, Schupf, Schuss, Punkt. Tischtennis kann so einfach sein - und doch so schwer. Denn auch mit zwei Sätzen im Rücken und einer 4 zu 0 Führung muss man aufpassen, vor allem gegen einen Haudegen wie Kunstein. Der holte sich nämlich Satz 3 und das Spiel drohte zu kippen. Bitte, bitte keinen fünften, Andreas. Bei 8 zu 10 wurde uns auf der Bank ganz anders. Doch dann folgten vier Bälle, die den absoluten Siegeswillen unseres Sechsers zeigten. Wie zu Beginn des Spiels erzwang er die Punkte, 12 zu 10, bärenstark, Andreas, der zu Recht nach dem Erfolg auf die Knie sank.
Jetzt war zumindest ein Unentschieden drin. Und vor dem Schlussdoppel hätte ich eine Menge Geld auf Marcin und Vladi gesetzt - zu Recht, wie sich zeigen sollte. Es war der verdiente Abschluss eines tollen Spiels. 3 ungefährdete Sätze mit Tischtennis der Extraklasse bedeuteten das 8 zu 8, und das war nun wirklich verdient.
Ein Wochenende, das nicht nur Spaß gemacht hat. Es waren auch zwei Spiele mit einem  Vladi in Topform, einem Bann brechenden Richard und einem Spieler aus der zweiten, der mehr als Ersatz ist. So kann es weitergehen, beim kommenden Heimspiel, am 2. Februar  gegen Oberalster. Ein besonders großer Dank geht an Ragnar und seine Frau, die uns gegen TTK unterstützt haben.  

Ein Punkt im Gepäck nach Kieler Koppelspiel

 

Ein Unentschieden und eine Niederlage - mit diesen Ergebnissen ist die erste Herrenmannschaft vom Koppelspiel-Wochenende aus Kiel zurückgekommen. Während man dem Tabellenführer Eiche Kiel zum 9 zu 4 Erfolg gratulieren musste, reichte es gegen den Kieler TTK zum 8 zu 8. Ein tolles Ergebnis, zumal wir im Hinspiel noch mit 1 zu 9 aus der heimischen Halle gefegt worden waren. Überragender Spieler am Wochenende war Vladi, er konnte alle seine Spiele gewinnen.

 

Nach knapp zwei Stunden Fahrt kamen wir pünktlich in Kiel an. Für Cuong war Andreas Zelfel aus der zweiten Mannschaft mit dabei. Ersatz auch bei Kiel: Für den erkrankten Letten Reinholds war Heinrich aufgestellt.

Das Spiel hätte besser kaum beginnen können. Unser Einserdoppel stark wie eh und je - Björn und Christian gegen die Kieler Toptalente Witter/Schümann zwar unterlegen aber klasse mitgehalten, und das dritte Doppel sorgte dann für die Führung. Richard und Andreas spielten aus einem Guss, super stark, ein verdienter 3 zu 1 Erfolg.

Am Nebentisch musste derweil Vladi gegen Witter ran. Und was unser „Küken“ an diesem Wochenende gezeigt hat war schlicht phänomenal. Jeder in der Halle konnte sehen, was wir für eine Granate in der Mannschaft haben. Bälle, die eigentlich gar nicht gehen in Serie, ein sicherer Sieg und wir waren 3 zu 1 vorn - gegen den Tabellenführer! Tolle Stimmung im Team, als Marcin gegen Schümann und Björn gegen Ahrensdorf ran mussten. Für unsere Nummer eins lief es heute alles andere als gut, was vor allem an einer äußerst schmerzhaften Rückenverletzung lag. Marcin versuchte alles, biss die Zähne zusammen und spielte über den Schmerz rüber. Gesund war das sicher nicht, gereicht hätte es trotzdem fast. 12 zu 14 aus Schweriner Sicht. Ärgerlich vor allem ein Kantenball bei Matchball Marcin. Klarer ging es im Spiel Ahrensdorf gegen Björn zu. Wenn der eine alles trifft und keine Fehler macht, während der andere nicht seinen besten Tag erwischt hat, ist das Ergebnis eben 0 zu 3 - aus Schweriner Sicht.

Bei Christian gegen Petzsche war dagegen mehr drin. Der Kieler, im unteren Paarkreuz in der Hinserie ungeschlagen, war an 4 gerückt und es entwickelte sich ein offenes Spiel, das bis zum Ende spannend blieb. Es fehlte nur ein Quentchen, 8 zu 11 im fünften verloren, und erstmals ging Kiel in Führung.

Im unteren Paarkreuz musste sich Richard trotz tollem Kampf dem starken und ebenfalls noch ungeschlagenen Ersatzmann Heinrich beugen, knappe Sätze, da war mehr drin. Andreas fand parallel gegen Schulz nur schlecht ins Spiel. Der Wille war da, doch seine starke Rückhand und die harte Vorhand kamen zu selten.

So war zur Halbzeit dann eben doch alles so, wie es sein soll, wenn Tabellenführer gegen Tabellenachten spielen. 3 zu 6 hieß es, ehe Marcin auf Witter traf. Schon angesprochenes „auf die Zähne beißen“ hätte auch im zweiten Spiel fast gereicht. Wie man trotz Verletzung so spielen kann, war beeindruckend. Ergebnis? 9 zu 11 im fünften gegen Marcin. Spätestens jetzt dürften die Kieler gemerkt haben, dass das Spiel mit einem gesunden Jarkowski auf des Messer Schneide gestanden hätte. Denn für den nächsten Schweriner Punkt sorgte Vladi. Zu seinem Sieg gegen Schümann nur ein Wort: Sensationell.

In der Mitte musste Christian anerkennen, das Ahrendsdorf klar besser ist. Zu einem Satzgewinn hat es zwar gereicht. Aber der Sieg für „das Tier am Tisch“ ;-) war nie ernsthaft gefährdet. Da sah es bei Björn schon anders aus. Auch er kam gegen Petzsche gut zurecht und zeigte mal wieder seine Nervenstärke. Den vierten Satz nach hohem Rückstand noch gedreht, da war der Psychoeffekt eigentlich auf seiner Seite. Aber irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte. Björn lief von Beginn des fünften an einem Rückstand hinterher und dieses Mal machte Petzsche den Sack zu - für sich und die gesamte Kieler Mannschaft. 4 zu 9, Gratulation, aber wie schon am vergangenen Wochenende gegen BVM hat sich auch dieses Mal gezeigt: Alle spielen besser als in der Hinrunde. Wer weiß, was eine dritte Halbserie bringen würde...

Übernachtet wurde in Grevenkrug, dort liegt das Hotel/Restaurant Auerhahn, geleitet von einem Sponsor von Eiche Kiel. Es wurde ein lustiger Abend, mit einigen Anekdoten nur für Insider. Ganz entscheidend dazu beigetragen haben Richards XXL-Schnitzel und Vladi, der seine Begeisterung für Andrea Berg entdeckt hat. Von Aphrodite ganz zu schweigen... Ganz ehrlich, es macht einen Riesenspaß, in dieser Mannschaft zu spielen. Und solche Abende, die schweißen zusammen.

Nicht, dass der Leser jetzt einen falschen Eindruck bekommt. Selbstverständlich blieb alles gesittet. Weit vor Mitternacht war Schicht im Schacht, schließlich stand am Sonntag das schwere Spiel gegen TTK an. Und so kamen auch alle stressfrei aus den Betten. Frühstück, Check out und bei Schneefall ab zur Halle.

Der Kieler TTK war unser erster Gegner in der Hinserie. Noch nicht ganz trocken hinter den Oberliga-Ohren wurden wir 1 zu 9 verprügelt. Das macht niemand zweimal mit uns! Marcin konnte grünes Licht geben, er wollte spielen, trotz seines schmerzenden Rücken, der in der Nacht nur wenig besser geworden war (welche Rolle Marcins Zimmernachbar Vladi dabei gespielt hat, ist ungewiss. Auf jeden Fall hat unser Lette den halben Kieler Forst zersägt, was Marcin trocken mit „Ich nix schlafen gut“ kommentiert hat).

Begrüßt würden wir mit einem „Nach gefühlten 22 Jahren endlich mal wieder Schwerin bei uns in der Halle - wenn auch ohne Thomas Ley“. Ja es gab sie, die frühen Oberliga-Erfahrungen...

3 zu 0 und 0 zu 3 nach den ersten beiden Doppeln. Welches gewonnen und welches verloren hat, kann sich jeder denken. Aber leider ging es nicht weiter wie am Vortag. Andreas und Richard waren zwar wieder gut drauf, aber die Routine von Kunstein und Jürgens war stärker.

Trotzdem sollten wir bald danach die Führung übernehmen, dank Vladi und Marcin. Letzterer mit einem ganz sicheren Sieg gegen Schmidt; Vladi dagegen machte da weiter, wo er gegen Eiche aufgehört hatte. Kunz ist ja nun wahrlich kein schlechter. Aber er hat seinen Meister gefunden. Entscheidend war dieses Mal die Nervenstärke. Bei 7 zu 10 im vierten spielte Vladi Bälle, die eigentlich verboten sind, wehrte drei Matchbälle ab und holte sich den Satz. Der Widerstand von Kunz war gebrochen und es stand 3 zu 2 für den VfL.

Nun, wenn es mein Sohn nicht schafft, dann muss ich es eben richten. Das könnte sich Jaroslav Kunz gedacht haben. Der Vater von Ondrej ist ein ehemaliger europäischer Spitzenspieler und immer noch ein absoluter Ballkünstler. Zwei Sätze brauchte Björn,um gegen ihn ins Spiel zu finden. Den dritten holte er sich klar, doch es sollte der einzige bleiben. Im Nachhinein ist man immer schlauer, weiß, was nicht richtig gelaufen ist. Und es sind nur Nuancen, die dann dazu führen, dass so ein Spiel verloren geht, kleine Unachtsamkeiten. Gleiches gilt auch für das Spiel von Christian gegen Jürgens. Für alle, die beim Hinspiel dabei waren: Das ist der, der 20 Rollen Pflaster um seinen Schlägergriff geklebt hat. Ich könnte damit nur beidhändig spielen. Jürgens aber beherrscht es mit einer, und wie. Eklig und sicher zwang er mich 1 zu 3 nieder - obwohl ich sooo schlecht gar nicht drauf war. Irgendwie komisch...

Im unteren Paarkreuz spielte Andreas einen grandiosen ersten Satz gegen Schrautzer. Hat irgendjemand einen Fehler unseres Ersatzmannes gesehen? Das war wirklich oberligareif, wie auch der zweite, bis zum 9 zu 9. Dann ging nichts mehr. Alles was eben noch kam, ging nun daneben. Je unsicherer Andreas wurde, desto sicherer wurde sein Gegner. Aber verstecken musst Du Dich mit der Leistung ganz sicher nicht!

Richard gegen Kunstein. Ein Spieler, der schon von oben auf die 60 schaut, aber flink und stark ist wie manch 20-jähriger. Was der alles fischt... An anderen Tagen hätte das wohl gereicht, nicht aber heute. Denn heute sollte endlich der Bann brechen bei Richard. 3 zu 1 ein geradezu erzwungener Sieg, taktisch einwandfrei. So spielt man gegen Abwehr und so pusht man sich, Chapeau!

4 zu 5 zur Halbzeit. Ein Ergebnis, aus dem rasch ein 5 zu 6 wurde. Marcin hätte heute komplett fit sein müssen, um Kunz zu schlagen. War er aber nicht, deshalb ging das Spiel 1 zu 3 weg. Schmidt dagegen hätte heute 120 Prozent geben müssen, um gegen Vladi zu gewinnen. Hat er aber nicht, und so hieß es 3 zu 0 für the one and only!

Um noch was zu reißen musste jetzt die Mitte punkten. Dass es auch so gekommen ist, lag nicht an Christian. 0 zu 3 gegen Papa Kunz, ich glaube, da muss sich jemand noch mal ein paar Kilo aus der Konstanz-Fabrik holen. In allen Sätzen klar geführt, aber bei Serien von 0 zu 5, 0 zu 6 und 0 zu 7 kann man schlicht nicht gewinnen. Zum Glück hat Björn es besser gemacht. Deutlich besser, um genauer zu sein. Diametral besser sogar (gibt‘s das?). Oder wie lässt es sich sonst beschreiben, wenn Björn aus einem 0 zu 7 im ersten Satz und einem 5 zu 9 im zweiten jeweils noch ein 12 zu 10 macht? Klasse, nervenstark, so geht das! Satz drei hinterher und da war er, der sechste Schweriner Punkt.

Jetzt unten, Richard gegen Schrautzer. Mensch, mit dem Sieg im Rücken da wird er vor Selbstbewusstsein strotzen und seinem Gegner einen Mantel zum warm anziehen reichen. Soweit die Theorie, leider stand im Ergebnis ein klares 0 zu 3, ein merkwürdiges Spiel, das Richie nie richtig gefunden hat. Es war also an Andreas, die drohende Niederlage zu vermeiden. Und so stark, wie in den ersten beiden Sätzen, habe ich ihn noch nie gesehen. Topspin, Schupf, Schuss, Punkt. Tischtennis kann so einfach sein - und doch so schwer. Denn auch mit zwei Sätzen im Rücken und einer 4 zu 0 Führung muss man aufpassen, vor allem gegen einen Haudegen wie Kunstein. Der holte sich nämlich Satz 3 und das Spiel drohte zu kippen. Bitte, bitte keinen fünften, Andreas. Bei 8 zu 10 wurde uns auf der Bank ganz anders. Doch dann folgten vier Bälle, die den absoluten Siegeswillen unseres Sechsers zeigten. Wie zu Beginn des Spiels erzwang er die Punkte, 12 zu 10, bärenstark, Andreas, der zu Recht nach dem Erfolg auf die Knie sank.

Jetzt war zumindest ein Unentschieden drin. Und vor dem Schlussdoppel hätte ich eine Menge Geld auf Marcin und Vladi gesetzt - zu Recht, wie sich zeigen sollte. Es war der verdiente Abschluss eines tollen Spiels. 3 ungefährdete Sätze mit Tischtennis der Extraklasse bedeuteten das 8 zu 8, und das war nun wirklich verdient.

Ein Wochenende, das nicht nur Spaß gemacht hat. Es waren auch zwei Spiele mit einem Vladi in Topform, einem Bann brechenden Richard und einem Spieler aus der zweiten, der mehr als Ersatz ist. So kann es weitergehen, beim kommenden Heimspiel, am 2. Februar gegen Oberalster. Ein besonders großer Dank geht an Ragnar und seine Frau, die uns gegen TTK unterstützt haben.

Kommentare: 3
  • #3

    Sieghard (Sonntag, 20 Januar 2013 12:25)

    Wir können nicht nur mitspielen,sondern auch mitnehmen.Der Mannschaft ein großes Kompliment.Besondere Freude machten Richard und Andreas"Z",der seine Nomienierung rechtfertigte.
    Jetzt wird am 2.2.11.00 gegen Oberalster,mit den Fans im Rücken,der erste Heimsieg eingefahren.

  • #2

    Steffen (Mittwoch, 16 Januar 2013 20:54)

    Glückwunsch zum Punktgewinn an die 1. Manschaft. Besonders positiv ist die gute manschaftliche Geschlossenheit, jeder konnte etwas zum Remie beitragen. Obenso toll sind die ersten Punktegwinne im Einzel von Richard und Andreas an diesem Wochenende. Weiter so, vielleicht klappt es noch mit dem Klassenerhalt.

  • #1

    Björn (Montag, 14 Januar 2013 20:02)

    Christian, super Bericht von einem spannenden Wochenende. Ist das 8:8 der Beginn einer grandiosen Aufholjagd...?!! Hoffentlich!