Verdiente Niederlage gegen Ahrensburg

16.02.2013

5 zu 9 gegen den Tabellenführer aus Ahrensburg. Mit diesem Ergebnis mussten wir heute wohl fast alle Chancen auf den Klassenerhalt begraben. Ein Sieg wäre ohnehin eine Riesensensation gewesen. Was war positiv? Die Stimmung in der Mannschaft und natürlich wieder einmal die tolle Unterstützung durch unsere Fans. Danke schön!!!

 

Es ist so ein Spiel, wo ich geneigt bin, zum wiederholten Mal zu schreiben ,Mit etwas mehr Glück wäre...‘ Aber das ist mittlerweile einfach Blödsinn. Natürlich war es ein Spiel, bei dem mehr drin war - wie bei allen Spielen. Und natürlich ist Fakt, dass es vier Fünfsatzspiele gab und alle vier an Ahrensburg gingen. Aber genauso ist Fakt, dass wir akzeptieren müssen: Das Quentchen Entschlossenheit, der nötige Biss und die Routine - all das fehlt uns noch ein Stück weit. Zwar ist für jeden die Entwicklung in der Mannschaft erkennbar, und gerne würde ich die Saison noch mal von vorne anfangen - mit der Erfahrung die wir gesammelt haben. Aber aktuell reicht es oftmals eben einfach nicht. Und schon gar nicht gegen den Tabellenführer.

 

Der Reihe nach.

 

In den Doppel bleiben wir bei der Aufstellung, mit der wir gegen Oberalster erfolgreich waren. Marcin und Vladi als eins, Cuong und Christian opfern sich und Björn/Richard als dreier. Unser oberes Paarkreuz sticht im Doppel, Christian/Cuong waren zwei Sätze dran aber letztlich klar unterlegen und Richard/Björn spielten richtig stark, konnten aber eine 2 zu 1 Satzführung nicht nach Hause bringen.

Trotzdem sollten wir kurz darauf in Führung gehen. Marcin schlägt Dietrich klar und Vladi zeigt uns wieder einmal das, wofür wir ihn lieben: ein unglaublich zwingendes, schnelles und aggressives Angriffsspiel. Schon im Hinspiel konnte er Daniel Schildhauer - einen der Topspieler der Klasse - bezwingen. Und auch dieses Mal hat er die Nase vorn. 3 zu 1 für unseren Letten. Vlaaadi sensationale!!!

Dann mussten Björn und Christian in der Mitte ran, gegen Rasenack und Dittmar, beide in der Rückrunde noch ungeschlagen. Das sollten sie leider auch bleiben. Beide Spiele gingen 1 zu 3 weg. Na ja, dass die Mitte unser Problempaarkreuz ist, war uns vor der Saison klar. Aber wir kommen näher (s. o.).

Unten forderte Richard die starke Ahrensburger sechs Mieß heraus, während Cuong es mit Hardy „Henning zwo“ Biermann zu tun hatte. Richie, mit Supertraining bei den Norddeutschen Meisterschaften im Gepäck, schaffte es anfangs überhaupt nicht, ins Spiel zu kommen. Aber während er früher noch den Kopf hätte hängen lasse, bäumte er sich dieses Mal auf. Noch 0 zu 2 Satzrückstand glich er aus. Warum der fünfte dann zu 8 wegging. So recht weiß ich das gar nicht. Pech vielleicht etwas. 1 zu 4 hinten, 6 zu 5 vorne dann ein tödlicher Netzroller, bei 6 zu 8 ein tödlicher Kantenball... Ärgerlich, aber nicht schlecht gespielt, Richard.

Bei Cuong hatte wir so unsere Befürchtungen.Im Training war er richtig schlecht drauf, wusste selbst nicht so genau, warum seine Bälle nicht kamen. Das roch nach Klatsche gegen Aufschlag/Vorhand Schuss Biermann. Denkste! Cuong war wie ausgewechselt. Konzentriert und zwingend spielte er seine Stärken aus. Am Ende ein verdienter 3 zu 1 Sieg.

4 zu 5 stand es zur Halbzeit und dann war oben wieder dran. Und es begann so gut..

Marcin hat Schildhauer fast schon „im Griff“ (soweit das möglich ist) und führt 2 zu 0. Aber wozu dieser Schildhauer in der Lage ist, sah man dann. Sowie der Gegner auch nur eine kleine Schwäche zeigt, wird das ausgenutzt. 2 zu 3 für den Ahrensburger. Absolut keine Schande. Vladi zeigte am Nachbartisch wieder eine 11 auf der Skala von 1 bis 10. Nur den erste Satz ließ er Dietrich träumen, dann war das 3 zu 1 perfekt. 5 : 6.

Hatte ich oben etwas von Schwäche im mittleren Paarkreuz geschrieben? Wenn ja, dann traf das im zweiten Durchgang eher auf mich zu. Gegen Rasenack gab es ein 0 zu 3. Klar und in Ordnung, dass ich gegen jemanden verliere, der in der Hinserie auch oben gar nicht so schlecht gespielt hat. Aber die erste beiden Sätze gehen mit 10 zu 12 weg. Bezeichnend...  Björn war gegen Dittmar ganz dicht dran. Nach 1 zu 2 erzwingt er förmlich den Satzausgleich, um dann im fünften rasch hinten zu liegen. Ne Wende gab es nicht, 2 .3 aus der Sicht von Björn. Und als Richard dann gegen Biermann nur selten die richtigen Mittel fand, stand es - wie schon im Hinspiel, 5 zu 9. 

Schön wäre es gewesen, und mit träumen hat es nichts zu tun, wenn man sich auch gegen so einen Gegner Chancen ausrechnet. Wir sind dran. Und wir müssen noch fünf Prozent mehr an uns glauben, dann gewinnen wir jetzt auch Spiele, die in der Hinrunde noch verloren wurden. 

 

Wie zum Beispiel gegen Sasel. 6 zu 9 hieß es damals, morgen sind wir dran. Um 13 Uhr, wir freuen uns auf unsere Fans!

 

Christian

Kommentare: 2
  • #2

    Christian (Dienstag, 19 Februar 2013 16:21)

    Schon geändert, soviel zeit muss sein ;-)

  • #1

    Björn (Sonntag, 17 Februar 2013 18:22)

    Guter Bericht Christian. Du sagst es die Mitte ist unser Problem... Mein 2. Spiel ging übrigens gegen Dittmar nicht Mieß...aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es verloren ging